Vor etwas mehr als zwei Wochen bin ich mal wieder zum Zahnarzt gegangen. Es ist ein neuer, hier bei mir um die Ecke.
Eigentlich wollte ich nur meinen Zahnstein entfernen lassen, da riet man mir zu einer Professionellen Zahnreinigung, da dies meine private Krankenversicherung zahlen würde und besser sei. Aha.
Nun gut, ich nahm also den Termin wahr und schon bei der Erstuntersuchung erzählte mir der Zahnarzt, dass ich mich jetzt – kurz vor Beginn meiner zweiten Lebenshälfte (WTF?) – vor Parodontose schützen müsse. Also man würde mir erstmal die Professionelle Zahnreinigung verpassen und dann käme noch eine PA-Behandlung (Parodontalbehandlung) (WTF??), das wäre nicht so schlimm, nur ne kleine Anästhesie (WTF???).
Da ich schon seit mehr als zwei Jahren nicht mehr beim Zahnarzt war, dauerte die Zahnreinigung entsprechend lange und war auch relativ schmerzhaft und blutig. Als Raucher wird man halt auch schon vor dem Lungenkrebs bestraft… ;-)
Jedenfalls erhielt ich dann einen Termin für die PA-Behandlung. So dachte ich. Da war ich dann letzte Woche, aber es war nur die Vorbereitung. Also man nahm so einen Abdruck von meinen Zähnen, mittlerweile weiß ich, dass der Abdruck für einen Vergleich herhalten muss, also nach der PA-Behandlung, wie erfolgreich sie war.
Dann bekam ich nochmal zwei Termine. Der eine war heute und heute wurde die rechte Seite meines Gebisses behandelt. Ich hatte vorher schon ein wenig Angst, aber die Anästhesie, die bestand aus gefühlten zehn Nadelstichen, oben und unten und rechts und links der Zahnreihen, wirkte tatsächlich. Das Geräusch des Ultraschall-Instruments ist zwar widerlich und man spürt den Druck des Zahnarztes, aber es ist relativ schmerzfrei!
Natürlich fühlt man sich danach wegen der Betäubung in der rechten Mundhälfte als ob man eins auf die Fresse bekommen hätte und ans Trinken aus der Flasche oder dem Glas ist nicht zu denken. Aber jetzt, ca. zweieinhalb Stunden später ist die Betäubung fast vollständig abgeklungen und es sind immer noch keine Schmerzen zu spüren. Lediglich der Zahnfleischrand fühlt sich ein wenig entzündet an, ist aber auch kein Wunder, schließlich war da der Onkel Doktor drunter!
In genau einer Woche habe ich den zweiten Termin für die linke Hälfte. Und da werde ich wesentlich entspannter hingehen als heute, denn jetzt weiß ich, was mich erwartet. Ich hatte vorher natürlich im Netz nach Erfahrungsberichten gesucht und da war so manche Horrorgeschichte dabei. Ich kann aber bestätigen, dass das alles halb so schlimm ist, das Schlimmste sind die Betäubungs-Injektionen, aber da fand ich die Professionelle Zahnreinigung wesentlich schmerzhafter.
Vielleicht findet ja jemand diesen Bericht auch im Netz und ich kann ein wenig Entwarnung geben!
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Da ich in meinem Blog normalerweise nicht über meine Krankheiten lamentiere (offensichtlich scheint dafür ja nun Twitter besser geeignet zu sein, was man da so an Krankheitsgeschichten liest…) und es eher unappetitlich ist, habe ich euch bisher davon verschont über meine vermutliche Ansteckung mit dem Norovirus zu berichten.
Aber ich bin auf dem Weg der Besserung. Ist nur unschön, wenn so etwas gleich im Anschluss an den Urlaub passiert und das anfängliche Gefühl einer Grippeerkrankung (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen) ohne gewohnten Schnupfen erinnerte mich stark an meine Malaria-Erkrankung, so dass ich direkt froh war, als der dünnflüssige… na ihr wisst schon, einsetzte. Obwohl ich ja aufgrund der Malaria-Art komplett geheilt sein sollte.
Gegen den Norovirus gibt es keine Therapie. Nur viel trinken und ausruhen und die Sache aussitzen (im wahrsten Sinne des Wortes ;)). Nur für ältere Menschen und Kleinkinder soll die Krankheit aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlustes gefährlich sein. Dass sie unangenehm ist, brauche ich wohl nicht extra erwähnen ;)
Naja, wenigstens sollte ich wohl zum Wochenende wieder richtig fit sein (_so_ gehört es sich auch für eine Krankheit ;)).
P.S.: Ich glaube ja, dass dieses Ruhrgebiet daran schuld ist ;)
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oder: Der Hauch des Todes.
Nach der guten Nachricht vom letzten Samstag heute der Grund, warum ich unter der Woche schon wieder nichts bloggen konnte.
Ich will hier keine lange Geschichte daraus machen, auch wenn es mich selbst (physisch und psychisch) ganz schön mitgenommen hat. Bin am Montag krank geworden und lag dann von Dienstag bis Freitag wegen einer Malaria tropica im Krankenhaus. Dank dem Wunder der Medizin bin ich innerhalb kürzester Zeit malaria- und fieberfrei geworden. Aber das Fieber und die Nebenwirkungen der Medikamente haben ganz schön geschlaucht. Darum soll ich mich noch mindestens eine Woche schonen.
Ich habe bisher immer einen großen Bogen um Arztpraxen und Krankenhäuser gemacht (und werde ich in Zukunft hoffentlich auch wieder tun), aber ich hatte am gestrigen Tag, dem Tag meiner Entlassung, doch tatsächlich so etwas wie Bewunderung gegenüber meiner behandelnden Ärztin verspürt. Die Bewunderung war eigentlich gar nicht rein persönlicher Natur sondern eher viel allgemeiner der Medizin gegenüber. Mir kamen die letzten fiebrigen Tage zwar wie Wochen vor, aber im Nachhinein betrachtet lagen zwischen dem Auftreten der ersten Symptome bis zu meiner gestrigen Entlassung gerade einmal fünf(!) Tage. NUR FÜNF TAGE FÜR DIE HEILUNG EINER TÖDLICHEN INFEKTION!!!
Ich hatte Glück. Glück, dass die Krankheit so schnell behandelt werden konnte. Natürlich denke ich jetzt auch viel über die Landsleute meiner Frau nach. Sie und ihre Familie können sich den Arzt, der die Diagnose stellt, und die heilenden Medikamente dazu leisten. Aber die meisten Nigerianer können es nicht. Bist Du reich, lebst Du. Bist Du arm, stirbst Du. Und das finde ich krass.
Und der ach so sozial schwache Teil unserer Bevölkerung bzw. dessen selbsternannte Stellvertreter jammern über 10 EUR Praxisgebühr pro Quartal.
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