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FriendFeed

Ich gebe zu, in den letzten Monaten hatte ich etwas das Interesse an FriendFeed, den Lifestreaming-Dienst verloren. Mein Hauptaugenmerk lag mehr auf Twitter und meine verschiedenen Aktivitäten im Netz auch dort einzuspeisen.

Gestern ging FriendFeed nun mit der Betaversion eines neuen User-Interfaces an den Start. Geändert hat sich nicht nur die Optik, sondern auch der Funktionsumfang.

Während Twitter immer noch fragt “What are you doing?” und Facebook die etwas allgemeiner formulierte Frage “What’s on your mind?” stellt, fällt bei FriendFeed eine derartig auffordernde Frage ganz weg. Ein Eingabefeld mit der Möglichkeit ein Foto anzuhängen genügt hier. Allerdings war FriendFeed ursprünglich ja gar nicht dafür gedacht, manuell Inhalte einzupflegen, sondern viel mehr diese über RSS-Feeds zu aggregieren.

Und das funktioniert jetzt in Echtzeit. Und Echtzeit heißt in diesem Fall wirklich Echtzeit! Je nachdem, wievielen und welchen Leuten man folgt, kann einen dieser Informationsfluss, der hier wortwörtlich den Bildschirm hinunter fließt, auch ganz schön überfordern.

Bei der Darstellung der Informationen wird der Schwerpunkt nicht mehr durch ein Favicon auf die Quelle gelegt, sondern durch einen Avatar auf den User, der für die Information verantwortlich ist. So stellt sich beim ersten Aufrufen der Betaversion unwillkürlich ein Déjà-vu-Erlebnis ein, gleicht die Oberfläche doch auf den ersten Blick erstaunlich der von Twitter. Mit dem kleinen, aber entscheidenden Unterschied der Geschwindigkeit, in der die Informationen dargestellt werden.

Freilich könnte man hier und da noch am Farbschema der neuen Beta feilen, aber alles in allem wird das neue FriendFeed ein wichtiger Schritt in die Zukunft sein. Auch wenn man sich wohl eingestehen muss, dass FriendFeed wohl nie den Mainstream-Erfolg haben wird, wie ihn wohl Facebook und Twitter schon haben. Dafür ist FriendFeed nicht einfach genug zu verstehen und der Otto-Normal-User kennt vermutlich die dahinter stehenden Techniken wie RSS gar nicht.

Early Adopters, Web 2.0-Evangelisten und Social Media-”Experten” hat sich FriendFeed mit dieser Beta jedoch wieder schlagartig in Erinnerung gerufen und vielleicht zieht die “Karawane”, nun da der Mob bei Twitter angekommen ist, wieder zurück in Richtung FriendFeed.

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Social Bookmarking

Ok, wenn man sich die obige Grafik ansieht, dann möchte man meinen, was für einen Unsinn ich da gestern verzapft habe. Von wegen besser oragnisieren usw. Aber das hat schon alles seinen Sinn:

Zunächst einmal soll alles in zwei Plattformen enden. Zum einen in FriendFeed und zum anderen in Facebook. Beide in Grün dargestellt. Einfach weil beide Plattformen meiner Meinung nach zwei verschiedene Zielgruppen haben. Einmal die technikaffinen Menschen und einmal die weniger technikaffinen.

Wie man sieht, stehen da immer noch fünf Social Bookmarking-Dienste. Aber immerhin habe ich mich heute bei Ma.gnolia und bei Mister Wong abgemeldet ;) Jeder dieser Dienste hat seine besondere Aufgabe, die ich im Folgenden erläutern möchte.

Mento (1)
Mento ist kein klassischer Social Bookmarking-Dienst. Er mutet eher wie ein Tumblelog an. Das liegt daran, dass man zusammen mit dem Bookmark auch eine Grafik/ein Bild oder einen Ausschnitt der Website abspeichern kann. Das macht es für mich zu einem sog. Visual Bookmarking-Tool, auch wenn es ganz anders aussieht als z.B. FFFFOUND! oder WeHeartIt.
Mento ist also hervorragend geeignet, um Bookmarks abzuspeichern, die vor allem einen visuellen Wert haben. So zumindest meine Interpretation. Mento ist auch deshalb für meine Zwecke so gut geeignet, weil die abgespeicherten Bookmarks zusammen mit dem Bild/der Grafik automatisch an FriendFeed und (ohne Bild) Delicious (dazu später mehr) gesandt werden können.
Für Mento hätte ich übrigens noch ein paar Einladungen übrig!

Diigo (2)
Diigo ist ein eher klassischer Bookmarking-Dienst im Stile von Delicious. Allerdings mit mehr Funktionen hinsichtlich Recherche und Networking, was ich aber eher weniger nutze. Auch mit Diigo kann man seine Bookmarks an verschiedene Dienste schicken, so auch an Delicious. Jedenfalls speichere ich mit Diigo die Bookmarks ab, die keinen visuellen Reiz haben ;)

Google Reader (3)
Erst heute so richtig entdeckt und ausprobiert habe ich die “Empfohlenen Artikel” des Google Reader. Hier kommt alles rein, was reinen Nachrichtenwert hat und vergänglich ist, ein dauerhaftes Abspeichern bei Delicious also nicht erforderlich macht. Auch erst heute habe ich das Bookmarklet unter “Anmerkungen” entdeckt, das es ermöglicht, auch Artikel von Webseiten zu empfehlen, die man nicht im Google Reader abonniert hat. Eine wirklich praktische Lese-Empfehlungsmaschine also! Facebook kann die Shared Items auch verarbeiten.

Digg (4)
Ja mei, Digg braucht man eigentlich nur um auf die wenigen verlinkenswerten Artikel zu verweisen, die dort erscheinen. Das wären in meinem Fall dann die Seiten, die ein dauerhaftes Bookmarken nicht lohnen, also einfach nur gediggt werden. Außerdem liest Facebook nativ die gediggten Artikel ein.

Delicious (5)
Delicious soll mir als dauerhafter Speicher aller Bookmarks dienen, die nicht in die Kategorie News oder Digg fallen und bei denen es sich lohnt, sie aufzubewahren. Auch hier kann Facebook von sich aus die Bookmarks einlesen.

In der Praxis erweist sich dieser Ablauf als nicht sehr schwierig. Es gibt ja für alles Bookmarklets bzw. Firefox Add-ons und in der Regel muss ich nicht erst überlegen, mit welchem Dienst ich jetzt diese oder jene Seite abspeichern soll. Letztlich war mir nur eine Trennung zwischen dauerhaften Bookmarks und vergänglichen Nachrichten wichtig.

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1 Jahr FriendFeedDas Beste, was in letzter Zeit auf den Internetmarkt geworfen wurde, ist FriendFeed, der Lifestreaming-Dienst! Und der ist heute ein Jahr alt geworden. Herzlichen Glückwunsch!

Und wer hat damals schon 22 Tage später darüber berichtet? Na? Naa? Naaa?

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Als moderner Internet-User hat man ja heutzutage jede Menge Accounts und nahezu jeder Account produziert einen RSS-Feed. Und so kommt es, dass man mittlerweile eine Menge mehr Feeds im Reader hat, einfach weil man die Feeds von Freunden und virtuellen Bekanntschaften verfolgen möchte.

Und hier kommt FriendFeed zum Tragen: Hier aggregiert man alle Feeds zu einem großen Feed und kann so seinen Freunden (oder wie immer man sie auch nennen möchte) einen einzigen Feed anbieten, um auf dem Laufenden zu bleiben. Die Auswahl ist recht groß, unter anderem das eigene Blog (natürlich!), Jaiku, Twitter, last.fm, iLike, flickr, del.icio.us etc.

Man kann sich auch “imaginäre” Freunde anlegen, sprich, selbst wenn der Freund nicht seine Feeds über FriendFeed aggregieren lässt, kann man einen Gesamtfeed für diesen Freund anlegen — vorausgesetzt man kennt seine diversen Usernamen bei den Diensten.

FriendFeed ist noch in einer halben closed beta, d.h. ich bin drin, kann aber Leute einladen. Ein Limit für Einladungen habe ich noch nicht entdeckt. Wer das also auch mal ausprobieren möchte, braucht sich nur mal in den Kommentaren zu Wort melden.

Mein Gesamtfeed lässt sich hier finden (der übrigens momentan noch nicht sehr vollständig ist und erstmal nur peinliche YouTube-Videos anzeigt ;)).

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