Fotografie

Ich hab ja seit ungefähr März eine DSLR-Kamera und mir vor kurzem zu meinem Geburtstag ein 50mm 1.4-Objektiv von Canon geschenkt.

Während ich mit dem Kit-Objektiv (18-55mm) schon von Anfang an gut zurecht gekommen (und immer noch sehr zufrieden) bin, tue ich mich bei der Festbrennweite noch etwas schwer. Man kann wirklich nicht mehr einfach drauf los knipsen. Während man mit einem Zoom-Objektiv einfach mal aufzieht oder das Motiv heranholt, muss man mit einer Festbrennweite meistens mehr als nur einen Schritt vor- oder zurückgehen und seine Position verändern, um einen guten Bildausschnitt zu bekommen.

Manchmal kann man aber nicht weiter zurückgehen, wenn man, wie z.B. für das Bild oben, schon im untersten Stockwerk eines Treppenhauses steht. Dieses Treppenhaus in meinem Arbeitsplatz wollte ich schon seit je her fotografieren. Um mich an die 50mm zu gewöhnen, habe ich das jetzt mal auf der Kamera drauf gelassen. Eine Fototasche, mit der ich noch ein oder zwei weitere Objektive mitschleppen könnte, habe ich (noch) nicht. Jedenfalls war meine Enttäuschung erstmal groß, als ich da unten stand und durch den Sucher blickte. Nie und nimmer würde das gesamte Treppenhaus aufs Bild passen. Das Zoom-Objektiv hatte ich natürlich nicht mit dabei. Also musste ich aus der Not heraus eine Tugend machen und einen halbwegs interessanten Ausschnitt finden, wenn ich schon mal mit der Kamera da war.

Zufrieden war ich jedoch nicht. Sieht zwar irgendwie interessant aus, aber das habe ich schon 100 mal besser und interessanter bei Flickr gesehen. Aber nun war es schon mal da und so ganz uninteressant sieht es ja auch wieder nicht aus, also hab ich’s gestern Abend halt mal zu Flickr hochgeladen.

Und was soll ich sagen? Das Foto wurde heute explored und noch immer trudeln die Kommentare und Sternchen rein. Einen Wahnsinn finde ich das! Das ist nämlich schon das zweite Mal, dass ein Foto, dass ich eigentlich für wenig gelungen halte, relativ beliebt ist (zumindest für meine Verhältnisse).

Bei dieser Gelegenheit habe ich jedoch noch etwas anderes gelernt. Dass das mit der Festbrennweite doch ziemlich cool ist. Man kann halt nicht einfach draufhalten und drücken. Man muss sich vor dem Auslösen wirklich was überlegen, wenn das Motiv relativ nahe ist. Und das macht die Sache, das Fotografieren, noch mal ein Stück interessanter.

Außerdem muss ich bei dieser Gelegenheit auch zugeben, dass das 50mm 1.4 von der Qualität her dann doch das Kit-Objektiv relativiert (wobei ich denke, dass man für das Mehr an Geld, dass man für ein Kit-Objektiv zahlt, schon ziemlich viel bekommt).

{ 1 comment }

Ich dachte mir, ich führe die Reihe mal fort mit Fotos, die in meinem Flickr-Account die Spitze meiner persönlichen Interesting-Liste erklommen haben.

Bei diesem Foto war ich über den “Erfolg” doch sehr erstaunt. Es regnete schon seit Tagen und ich wollte endlich mal wieder meinen Fotostream mit einem aktuellen Foto updaten. Also habe ich mir die Kamera geschnappt, habe ein Blatt mit ein paar Regentropfen drauf fotografiert und das Foto in Lightroom bearbeitet. Ok, normaler Workflow, nur dass ich das in insgesamt ca. 10 Minuten gemacht und mit keiner Reaktion seitens meiner Flickr-Kontakte gerechnet habe. Tja, manchmal kommt es anders als man denkt…

{ 1 comment }

Ich bin ein Fan des Geotaggings von Fotos. Eric Fischer anscheinend auch. Deshalb hat er ein Flickr-Album von Großstädten dieser Welt zusammengestellt, auf denen man nachvollziehen kann, an welchen Orten am meisten Fotos geschossen werden. Keine Ahnung, wie er das gemacht hat, aber ich schätze mal, er hat via Flickr API die Geodaten von hochgeladenen Fotos aggregiert. Obiges Foto zeigt das Ergebnis anhand von London. (via)

Ähnlich interessant diese Google Map:

World map color-coded by level of touristiness, based on analysis of photos on Panoramio. Yellow indicates high touristiness, red medium touristiness, and blue low touristiness. Areas having no Panoramio photos at all are grey.

(via)

{ 0 comments }

Mein schönstes Bild!

20. Mai 2010

Huch, da habe ich doch tatsächlich ein Stöckchen vom Schneyra übersehen, das mir schon vor drei Wochen oder so zugeworfen wurde.

Natürlich fiel es mir nicht schwer, eines meiner jüngeren Werke aus meinem neuen Flickr-Account auszuwählen. Unschwer zu erkennen, handelt es sich dabei um das BMW-Hauptverwaltungsgebäude in München, auch BMW Vierzylinder genannt. Mir gefallen an diesem Foto besonders die blauen Farbtöne, die ich in Lightroom mittels des Verlaufswerkzeugs noch etwas nachbearbeitet habe.

Wie das mit Stöckchen so ist, darf es sich jeder mitnehmen der möchte und in seinem eigenen Blog sein schönstes Bild posten!

{ 6 comments }

Lecker Lippen

12. Mai 2010

(via)

{ 2 comments }

Also ich habe jetzt seit knapp vier Wochen diese Kamera, die Canon EOS 550D. Ein geiles Teil, muss ich sagen. Aber vermutlich rührt meine Begeisterung auch einfach nur daher, dass es meine erste DSLR ist.

Was mich aber noch mehr begeistert, sind die Möglichkeiten der Bearbeitung von RAW-Bilddateien. Es ist echt schade, dass ich das noch nicht zu Zeiten meiner Powershot G9 genutzt hatte, die konnte nämlich Bilder auch schon im RAW-Format abspeichern. Einerseits sah ich nur die Nachteile von RAWs (zu groß, zu kompliziert, zu… whatever!), andererseits war ich meistens einfach zufrieden mit dem, was meine Kamera in JPEG produziert hatte.

Um eine DSLR ernsthaft zu nutzen, dachte ich mir nun, muss man einfach im RAW-Format fotografieren. Und ich hatte natürlich recht. Nachdem mich Martin vor knapp zwei Wochen in die Geheimnisse der RAW-Bildbearbeitung via Lightroom eingeweiht hatte, ist keine RAW-Datei mehr vor mir sicher. Und wenn es nur Freistellen, Tonwert-Korrektur, Luminanz und Schärfe ist… Ich bin davon besessen, dass quasi jedes Foto bearbeitet werden sollte, bevor es veröffentlicht wird. Und sieht man sich die guten Fotos (ist natürlich subjektiv!) z.B. bei Flickr an, merkt man schnell, dass dort auch fast kein Foto straight out of camera kommt.

Bitte nicht falsch verstehen, ich bin sehr begeistert davon, was für Fotos die neue Kamera sooc liefert (und das mit dem Kit-Objektiv, liebe ambitionierte Hobby-Fotografen!). Und ich denke auch, dass ein gutes Foto die perfekte Mischung aus Kreativität und Technik sein sollte. Aber man kann eben auch, gerade wenn das Original technisch nicht so perfekt aus der Kamera kam, mit digitaler Bildbearbeitung etwas nachbessern und mit etwas Kreativität via Licht, Farben und anderen Effekten die Stimmung des Bildes verstärken oder sogar verändern.

Jedenfalls habe ich nunmehr nicht nur Respekt vor guten Fotografen, sondern auch vor guten Bildbearbeitern.

Aktuell habe ich Lightroom 3 beta 2 auf dem iMac installiert. Das läuft superflüssig und erscheint mir viel intuitiver als beispielsweise Aperture von Apple. Leider läuft die beta dann auch irgendwann einmal aus und dann heißt es eben, noch ein paar Euronen für schöne noch schönere Fotos auszugeben.

Foto: Me

{ 1 comment }

Canon EOS 550D

10. März 2010

Ein weiterer Grund, warum ich meine Online-Aktivitäten konsolidieren möchte, ist meine Absicht, mich (wieder) mehr mit Fotografie beschäftigen zu wollen.

Bisher durfte ich immer nur eine digitale Kompaktknipse mein Eigen nennen, zuletzt eine Canon Powershot G9. Die ist jetzt so gut wie verkauft (für noch einen erstaunlich guten Preis) und in den nächsten Tagen wird eine Canon EOS 550D bestellt!

Ja, ich wage mich auf das Feld der DSLR-Fotografie und haue gleich mal richtig rein! Damit möchte ich mich selbst zwingen, mich ernsthaft in die Materie einzuarbeiten und etwas ambitionierter an die Sache heranzugehen. Und ich spüre, dass die 550D genau das richtige Instrument dafür ist. Als ob ich auf so eine Kamera gewartet hätte… In der Tat fühle ich mich so wie 2004, als Apple den iMac G5 vorstellte und ich wusste, dass das der richtige Zeitpunkt für den Umstieg zu Mac OS X sein würde.

Mit der Powershot G9, einer sogenannten Bridgekamera, hatte ich eigentlich schon alle Einstellmöglichkeiten, die man aus der DSLR-Fotografie kennt, ich werde deswegen also nicht erst ein Wörterbuch benötigen. Außerdem freue ich mich auch auf die großartigen Video-Funktionen der Kamera. Alles in allem sprechen die Tests und Reviews, die man im Netz so findet eine eindeutige Sprache. Für so viel wenig Geld bekommt man nirgends sonst so viel Kamera.

Ach ja, ich werde die Kamera zusammen mit dem Kit-Objektiv (EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS) nehmen. Das ist zum einen vom Preis-/Leistungsverhältnis her unschlagbar und wenn man bei Flickr sucht, findet man viele Beispiele, dass diese außergewöhnliche Kamera erstaunlich gute Fotos aus dem mittelmäßigen Objektiv zaubern kann. Außerdem braucht man ja noch Verbesserungspotential für später…

Jedenfalls könnte es sein, dass es in den nächsten Wochen hier vermehrt Foto-Content geben könnte… ;-)

Foto: Canon Deutschland

{ 5 comments }

The Third & The Seventh

7. Januar 2010

The Third & The Seventh from Alex Roman on Vimeo.

Dieses Video, das gerade die Runde macht, ist nicht nur ein atemberaubendes Stück Filmkunst sondern stammt – und jetzt kommt’s – zu 100% aus dem Computer!

A FULL-CG animated piece that tries to illustrate architecture art across a photographic point of view where main subjects are already-built spaces. Sometimes in an abstract way. Sometimes surreal.

Wer es nicht glauben mag, sieht sich am besten auch noch dieses Making Of-Video an:

Exeter Shot — Making Of from Alex Roman on Vimeo. (via)

{ Comments on this entry are closed }

Twin Peaks Backstage-Fotos

23. November 2009

Ich weiß nicht, ob es wirklich Richard Beymers (Benjamin Horne) Galerie ist, wie es die URL vermuten lässt, aber eigentlich ist es auch egal, diese Backstage-Fotos von Twin Peaks sind einfach nur cool!

Von oben nach unten: Kyle MacLachlan (Special Agent Dale B. Cooper), Frank Silva (Bob), David Lynch (Produzent, Regisseur, FBI Regional Bureau Chief Gordon Cole), Michael J. Anderson (Man From Another Place) & Carel Struycken (Giant).

Mehr Fotos hier.

{ Comments on this entry are closed }

Aufräumen nach Farben

21. September 2009

Helga Steppan

Die schwedische Künstlerin Helga Steppan hat für ihre Serie See Through all ihr Hab und Gut genommen, es nach Farben sortiert, zusammengestellt und fotografiert. Die dabei entstandenen Bilder haben ihre ganz eigene Anziehungskraft und könnten dem einen oder anderen (wie auch mir) als Motivationshilfe beim nächsten Keller- oder Dachstuhlaufräumen dienen (zumindest beim Keller, Dachstuhl besitze ich nicht).

Mehr Informationen über Helga Steppan und mehr Fotos ihrer Installationen gibt es auf ihrer Website.

{ Comments on this entry are closed }