Seit ich Mac-User bin (Nov. 2004), fand ich schon immer, dass Safari der “richtigere” Browser für Mac OS X ist. Er ist einfach der einzige Browser, der genauso gut aussieht und sich anfühlt, wie das Betriebssystem auf dem er läuft. Allerdings hatte er schon immer so seine Macken (z. B. das Tab-Handling) und Funktionslücken (z.B. keine Unterstützung von Add-Ons bzw. Extensions, wie man sie jetzt nennt), so dass ich zunächst immer zwischen Firefox und Safari, später zwischen Chrome und Safari schwankte. Firefox ist für mich mittlerweile ein No Go, zumindest auf dem Mac ist er der (gefühlt) langsamste Browser, den man sich vorstellen kann. Aktuell bin ich vom neuen Safari 5 schwer begeistert. Mit den Extensions, die stündlich mehr werden, gibt es für mich eigentlich keinen Grund mehr, einen anderen Standard-Browser zu benutzen. Dazu kommt die gewohnte Schnelligkeit und das bekannte (und verbesserte!) Handling. Kann sein, dass ich meine Meinung irgendwann wieder ändern werde, aber gerade jetzt gibt es für mich keine Alternative zu Safari 5.
Vor einem knappen Jahr kam gerade mal wieder das Gerücht eines vom Internetriesen Google entwickelten Betriebssystems auf.
Seit dem hat sich viel getan: Google veröffentlichte mit Google Chrome seinen eigenen Internetbrowser, der für viel Begeisterung sorgte. Immerhin ist er schnell und er versteht schon jetzt das Verwalten von einzelnen Internetseiten als eigene Applikation, so dass das weitere Browsen im Internet nicht negativ beeinflusst werden kann. (Da ich nun einen Intel-Mac habe, hatte ich mir Google Chrome natürlich auch einmal angesehen, aber ich konnte mich bisher nicht so sehr dafür begeistern.)
Und schon kamen wieder die Gerüchte über ein eigenes Betriebssystem auf und dass ein von Google entwickeltes OS wohl kein Betriebssystem im herkömmlichen Sinne sein würde, sondern den Benutzer hauptsächlich mit webbasierten Anwendungen arbeiten lassen würde.
Tja, und die Gerüchte sollten sich mehr oder weniger bewahrheiten. In der vergangenen Woche stellte Google dann Google Chrome OS, wie das Betriebssystem offiziell heißt, der breiten Öffentlichkeit vor. Und letztlich ist Chrome OS auch nichts anderes, als ein browserbasiertes Betriebssystem, das es dem Nutzer so einfach wie möglich machen soll, seine Daten zu verwalten. Weil Google davon ausgeht, dass jeder Computerbenutzer mehr oder weniger mit einem Internet-Browser umgehen kann. (Ist dem wirklich so?)
Die Idee ist natürlich genial und gerade für leistungsschwächere Computer, wie z.B. die beliebten Netbooks ideal. Und ich muss sagen, wenn ich mir die Demo so ansehe, dann kann ich mir Chrome OS durchaus auf einem (noch anzuschaffenden) kleinen Netbook vorstellen:
Auf meinem Desktop möchte ich jedoch ein ausgefeiltes Betriebssystem wie Mac OS X vorfinden, denn es gilt noch immer, was ich seinerzeit schrieb:
Kurzum, eigentlich spielt für mich das Betriebssystem keine große Rolle mehr. Eigentlich, weil so ein Mac OS-Desktop halt trotzdem noch sehr schön anzusehen ist und wenn man mal etwas abseits der Netzwelt macht, dann funktioniert das mit Mac OS X perfekter als ich es jemals früher erlebt habe.
Erst recht, seit dem ich meinen shiny new iMac habe ;-)
Google Chrome OS wird meiner bescheidenen Meinung nach keine große Konkurrenz für M$ Windows oder Mac OS X sein, doch aber für die Linux-Distributionen wie Ubuntu, die es dem User ebenfalls einfach machen wollen und deshalb gerne auch auf Netbooks und kleineren Notebooks installiert werden.
Jedenfalls eine spannende Sache, wenn Google neben dem Browsermarkt bald auch den Betriebssystemmarkt aufmischen wird…