Foto: Kris Haamer

Früher war alles besser. Da wurden neue Blogger und ihre Blogs in der noch überschaubaren Blogosphäre persönlich begrüßt und Blogschließungen kollektiv betrauert. Man konnte quasi alle deutschsprachigen Blogs in seiner Blogroll unterbringen.

Es gab keine Diskussionen darüber, ob es nun das oder der Blog heißt, denn damals wusste einfach jeder, dass es das Blog heißt. Die Blogosphäre konnte in keine Krise geraten, da man sich selbst nicht zu wichtig nahm und das eigene Weblog nicht den Anspruch hatte, die Welt verändern zu wollen. An das Geldverdienen mit Blogs war nicht zu denken, da es Google AdSense noch nicht gab. Webspace war noch teuer und die Installation einer Blog-Software kostete Schweiß, Blut und Nerven. Doch dann kam WordPress:

Die erste stabile Version von WordPress erschien am 3. Januar 2004.

Und Six Apart, deren Blogsoftware Movable Type bis dahin Marktführer war, machte einen entscheidenden Fehler:

With the release of version 3.0 in [May] 2004, there were marked changes in Movable Type’s licensing, most notably placing greater restrictions on its use without paying a licensing fee.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2004 begann der unaufhaltsame Aufstieg von WordPress und Bloggen wurde zum Massenphänomen.

Daher meine persönliche Meinung: Altblogger darf sich nennen, wer vor der zweiten Jahreshälfte 2004 begonnen hatte zu bloggen.

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Die us-amerikanische Band Vampire Weekend ist bisher komplett an mir vorüber gegangen. Vermutlich weil mich der Name der Band immer an irgendwelche Teenie-Filme über Blutsauger erinnert hat. Äußerlich sympathisch schon einmal, dass die vier Jungs so normal aussehen, wie man nur normal aussehen kann. Also eigentlich ziemlich uncool. Und ihren Stil kann man eigentlich auch nicht genau einordnen, aber die folgende Beschreibung trifft es auf den Punkt und meinen musikalischen Nerv:

Das 1986er Album “Graceland” von der einen Simon & Garfunkel-Hälfte gilt ebenso als musikalischer Einfluss wie die späten Talking Heads. Das Ergebnis ist ein polyrhythmischer Mix aus Afrobeat, New Wave, Punk und Indiepop, sowie stilistische Andeutungen von so ziemlich allem, was man unter dem Begriff Weltmusik versteht.

Jedenfalls bin ich seit dem ersten Reinhören des Debüts Vampire Weekend und des gestern erschienenen Contra ein großer Fan des Quartetts, obwohl sie nicht aus UK sondern USA kommen.

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Foto: DryRot

Früher war ich immer ein Vertreter der No Nofollow-Bewegung, also gegen das nofollow- Attribut in Links (wenn Du nicht weißt, warum es dabei geht – macht nix, dann ist dieser Beitrag eh nicht für Dich gedacht ;-)). Es wurde auch schnell klar, dass die Einführung dieses Attributs keinen Erfolg gegen Kommentar- und Trackback-Spammer bringt. Die Spamflut wurde und wird größer und größer und es scheint, dass die Verursacher des Spams nicht müde werden zu versuchen, ihre schmutzigen Links in Blogs unterzubringen.

Dabei haben sie bei den heutigen Blogsystemen ohnehin kaum noch eine Chance, gegen diverse Abwehr- und Filtermechanismen durchzukommen, sie belasten höchstens den Server des Blogbetreibers, aber Erfolge können sie kaum verzeichnen (außer bei stillgelegten Blogs, die seit Jahren nicht mehr gepflegt werden und deren Technik ebenso veraltet ist), weshalb viele Blogger (wie auch ich) auf das nofollow-Attribut bei Kommentarlinks verzichten.

Jedenfalls sollte heutzutage jeder Blogbetreiber wissen, was zu tun ist, um automatisierten Spam von seinen Kommentaren fernzuhalten. Dieser sollte also kein Problem mehr darstellen.

Allerdings gibt es mittlerweile Zeitgenossen, die Listen abgrasen, die findige windige SEO-Amateure erstellt haben, auf denen Blogs verzeichnet sind, die auf das nofollow-Attribut verzichten, um diese Blogs dann “manuell” mit vermeintlich “qualitativen” Kommentaren zuzumüllen. Auf so einer Liste scheint mapu.de auch zu stehen.

Man erkennt diesen manuellen Kommentarspam daran, dass er tatsächlich auf den Artikel Bezug nimmt, aber mehr oder weniger nichts sagend ist. Oft in schlechtem Deutsch geschrieben und der angegebene Link verweist z.B. auf irgendwelche Müllseiten mit russischer Domain. Solche Kommentare treten bei mir in letzter Zeit immer öfters auf. Ist auch verlockend, erscheint der Link des Kommentarschreibers doch sogar in der Seitenleiste auf jeder Seite von mapu.de, also auf tausenden von Seiten.

Foto: jasmeet

Auch wenn man solche Kommentare relativ leicht erkennt, bin ich müde, jedes Mal überlegen zu müssen, ob dies nun ein echter Kommentar oder ein Spamkommentar ist. Deshalb steht auf diesem Weblog seit ein paar Wochen auch wieder das nofollow-Attribut in jedem Kommentarlink, auch in der Seitenleiste.

Ich bin der Meinung, dass es Kommentierern, die um des Artikels willen kommentieren, egal sein sollte, ob ihr Link von Suchmaschinen gewertet wird oder nicht. Ich jedenfalls schaue beim Kommentieren nicht erst nach, ob denn die Links auch einen “Wert” haben, die ich da hinterlasse. Liegt vermutlich auch daran, dass ich einer Blogger-Generation angehöre, die damals nie über solche Dinge nachgedacht hatte.

Ich will jetzt auch nicht über Suchmaschinenoptimierung generell ablästern. Ist halt eine Dienstleistung die nachgefragt wird und die in nachvollziehbarer Weise unter Konkurrenten auch notwendig zu sein scheint. Ich weiß auch, dass seriöse Suchmaschinenoptimierung nichts mit Kommentarspam zu tun hat. Es sind die schmierigen Amateur-SEOs, die meinen ganz schlau zu sein und ihre “Kunden” mit solchen moralisch fragwürdigen Methoden zufrieden stellen zu können. Amateure, die nach der Blogosphäre nun den Rest des Web 2.0 in Angriff genommen haben und einem teilweise jeden Spaß nehmen können. Amateure, die mangels Ausbildung ihr finanzielles Heil im Internet suchen, wo sich doch quasi mit Nichtstun Geld verdienen lassen soll. Amateure, die… ach, lassen wir das.

Die Karawane ist sowieso weiter gezogen, das eigene Blog ist nicht mehr der Mittelpunkt des Internetlebens, die Action findet woanders statt, auf Twitter, Facebook etc. Und dort kann man sich Gottseidank vorab aussuchen, mit wem man es zu tun haben möchte. Jedenfalls sollte diese Änderung meiner nichtvorhandenen Policy meine Stammleser und -kommentierer nicht vergrämen und der händische Kommentarmüll wird auch bald abnehmen, weil mapu.de nach und nach von diesen Listen verschwinden wird. Bis dahin könnt ihr SEO-Deppen (oder arme Schlucker, die ihr seid und für ein paar Cent für so einen SEO-Quacksalber schlechte Kommentare absondert), für mich gerne frischen Content liefern, der mir dank euch mehr und mehr Besucher von den Suchmaschinen liefern wird…

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Das (zumindest bei mir sehr) beliebte Musik-Netzwerk Last.fm hat einen Spielplatz, auf dem die Entwickler neue Spielsachen für Last.fm testen. Unter anderem Visualisierungen des eigenen Hörverhaltens. Es macht Spaß seinen eigenen Musikgeschmack optisch ansprechend interpretiert zu sehen.

Das da oben ist mein Music Universe. Die Planeten sind Tags, die Monde Interpreten und die Entfernung zwischen Planet und Mond stellt die Nähe der Interpreten zu diesem Tag dar.

Und das sind die Listening Trends meiner Top 40-Künstler für das Jahr 2009. Auch sehr interessant zu sehen, zu welchen Zeiten ich vermehrt welche Interpreten gehört habe.

Die Ergebnisse kann man jeweils als hochauflösendes PDF herunter laden und genauer studieren oder natürlich auch als Poster ausdrucken und an die Wand hängen.

Leider sind die beiden oben genannten Beispiele nur für zahlende Abonnenten zugänglich, aber auf dem Playground gibt es auch noch viele andere Spielereien, die jedem Last.fm-User zur Verfügung stehen. (via)

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The Third & The Seventh from Alex Roman on Vimeo.

Dieses Video, das gerade die Runde macht, ist nicht nur ein atemberaubendes Stück Filmkunst sondern stammt – und jetzt kommt’s – zu 100% aus dem Computer!

A FULL-CG animated piece that tries to illustrate architecture art across a photographic point of view where main subjects are already-built spaces. Sometimes in an abstract way. Sometimes surreal.

Wer es nicht glauben mag, sieht sich am besten auch noch dieses Making Of-Video an:

Exeter Shot — Making Of from Alex Roman on Vimeo. (via)

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Dick ist schick!

7. Januar 2010 · 3 comments

Ich mag weder Hungerhaken noch ungeformte Fettberge. Keine Extreme. Man muss halt an den richtigen Stellen was zum Anfassen haben! ;-)

Auch wenn die Damen, die sich da für eine Sonderausgabe des V Magazine ablichten ließen, vielleicht doch noch den einen oder anderen Zentimeter zu viel haben, gefällt die ansprechende Präsentation. Allerdings kann man auch hier mit aller Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das Photoshop nicht nur bei der “Hautbehandlung” dienlich war… (via @PickiHH)

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Mercedes-Benz Mixed Tape 30

Vor ein paar Tage ist das Mercedes-Benz Mixed Tape mit der stolzen Nummer 30 erschienen. Der Rummel um die Mixed Tapes hat ziemlich abgenommen, aber noch immer findet man auf jeder Ausgabe die eine oder andere musikalische Perle. Hier geht’s zum Download.

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AppZapper 2.0

6. Januar 2010 · 1 comment

AppZapper - The uninstaller Apple forgot

Als ich von Windows zu Mac OS X umgestiegen war, hieß es, es bräuchte keine großartigen De-Installations-Orgien mehr, wenn man mal ein Programm von seinem Rechner entfernen möchte. Einfach Programm in den Papierkorb bewegen und gut is’!.

So einfach ist das jedoch nicht. Kann man machen, wenn es einem egal ist, wie viele Dateien sich damit im Laufe der Zeit auf dem Rechner ansammeln. Mit dem Bewegen des Programmsymbols in den Papierkorb wird zwar die Software entfernt, nicht jedoch dazugehörige Einstellungsdateien und was jede Software noch so mit sich bringt.

Schnell war mir klar, dass ich dafür eine dedizierte Software bräuchte, die den Rechner sauber hält. Gefunden hatte ich AppZapper, das nun in einer neuen Version erschienen ist. Mittlerweile gibt es auch kostenlose Alternativen, wie z.B. AppTrap, aber ich bleibe bei AppZapper, bezahlt hatte ich ohnehin schon vor Jahren und das Upgrade zur Version 2.0 ist für alle Besitzer von 1.x-Lizenzen kostenlos. Außerdem kommt AppZapper mit tollen neuen Features daher, so dass ich es wohl auch heute noch den kostenlosen Alternativen vorziehen würde.

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Schön, gestern hat Google also sein erstes eigenes Handy Mobiltelefon vorgestellt. Ein Stück Hardware mit einem mobilen Betriebssystem, das schon lange bekannt ist. Ich verstehe die Aufregung darum nicht.

Nicht, weil ich ein überzeugter und passionierte iPhone-User bin, sondern weil halt einfach nur ein Mobiltelefon Handy vorgestellt wurde. Ok, sieht nicht so schlecht aus, aber ist eigentlich nichts Neues. Vermutlich erscheint nahezu täglich ein neues Modell eines Herstellers.

Dann kommt noch dazu, dass es in Deutschland sowieso noch nicht erhältlich ist und wenn, dann wohl zu einem Preis, wo ich erneut wieder lieber zum iPhone greifen würde. Mit den finanziellen Mitteln im Rücken hätte Google eigentlich ein Handy herausbringen können, dass die echte Chance hätte, zu einem Volkshandy zu werden, einem Handy, das sich jeder leisten kann und will. Erst dann wäre das Nexus One meiner bescheidenen Meinung nach ein echter iPhone-Killer.

So ist es aber nur ein weiteres Smartphone.

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Flipsaver ist ein stylischer Bildschirmschoner für Mac OS 10.6 (Snow Leopard). Gibt es aber auch von einem anderen Anbieter für Leopard und Windows. (via)

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